Alfred Frese - Willkommen auf meiner Homepage 

                                                                                       Stand: 22.03.2020
Anmerkungen zum Beschluss der Planfeststellung vom 24.02.2020:
       - Nur bezüglich meiner Einwendungen -

  1. Maximale Höhe des Wasserstandes:

  • Der Plan wurde mit einem Höchstwasserstand von 2,80 mNN vorgelegt. Auf Grund eines Einwands vom
    18.09.2018 wurde der Wert im Verfahren am 13.11.2018 mit 2,81 mNN nach oben korrigiert. Diese Höhenangabe steht auch auf Seite 28 letzter Absatz des Beschlusses vom 24.02.2020.

    -Allerdings ohne den Hinweis auf die vorher falsche Höhenangabe von 2,80 mNN -
     
  • Auf Seite 31 wird zugegeben, dass die eingemessene Maximalhöhe 2,85 mNN betrug. Weiter steht dort:
        - Die Differenz von lediglich 4 cm liegt im Rahmen des Messfehlerbereichs.

              - Also wird weiter mit 2,81 mNN gerechnet.
     Anmerkung: - Und das bei einer v-förmigen Flächenausdehnung! -.


      
    - Der Rückschluss von 2,85 mNN auf 2,81 mNN ist falsch.
          Es muss auf 2,80 mNN abgesetzt werden. Diese Zahl lag dem eingereichten Plan zu Grunde.
    .     Die Angabe von 2,81 mNN wurde erst im Verfahren genannt und konnte nicht Grundlage des
          eingereichten Plans gewesen sein.
             - Frage: Sind 5 cm auch noch im vorgenannten Rahmen des Meßfehlerbereichs?
                          -Ich kenne den zulässigen Bereich nicht -

     
  • Auf Seite 30 zweiter Absatz wird auf die festgestellte Planunterlage 1 „Hydraulische Berechnung“,
    Seite 6, Abbildung 4 verwiesen.
    Diese Abbildung stellt aber auch eine Überflutung der Stenderuperstraße im Bereich der
    Auunterführung (Freienwillen) dar. Und zwar sowohl für den Poldereinstau als auch für die
    2011 eingetretene Überschwemmung.

     
      - Die Höhe der Straßenoberkante im nördlichen Randbereich an dieser Stelle beträgt dort
        aber mindestens 2,90 mNN, eher noch etwas mehr.
          - Ich verweise auch auf die Seite: Planfeststellungsverfahren, Ziffer 2a und gelbes Feld
            unten.

         
    - Somit stimmen weder die Angabe von 2,80 mNN, noch der am 13.11.2018 auf 2,81 mNN
            berichtigte Wert und auch nicht der im Beschluss vom 24.02.2020 angegebene Wert von 2,85 mNN.
             
              Frage: Liegen 10 cm bzw. 12 cm auch noch im Rahmen des Messfehlerbereichs?
                     - Ungeachtet dessen: Was sind das für Aussagen zum maximalen Wasserstand?
                        
  • 2. Volumen des Auzuflusses:        
  • Im eingereichten Plan wir der Auzufluss mit ca. 3,8 cbm/s angegeben.
    Am ersten Verhandlungstag wird eine Einwenderberechnung, die von durchschnittlich 3,8 cbm/s
    ausgeht, als falsch dargestellt. Es wird behauptet, bei der Angabe: ca. 3,8 cbm/s handelt es
    sich um einen Spitzenwert.

      - Auf Seite 31 zweiter Absatz wird angegeben, dass der Scheitelwert des Auzuflusses
        etwa 3,8 cbm/s betrug.

    Dadurch wird die im Verfahren geäußerte Behauptung: - Die ca. 3,8 cbm/s sind ein Spitzenwert
    wieder zurückgenommen.
    Aber: Was wollte man mit der Falschbehauptung bezwecken?
     
  • 3. Druckbedingter Durchlass der 1100-er Leitung:
  • Auf Seite 33, zweiter Absatz, wird angeordnet, dass die Wasserdurchschleusung in der 1100er
    Leitung 1,4 cbm/s nicht überschreiten darf, um eine Überlastung zu vermeiden.
    Dagegen steht:
    Erst bei einer Wasserstandshöhe von 1,81 Meter soll der Polderauslass auf 1,4 cbm/s gedrosselt werden,
      - Bei dieser Wasserstandhöhe beträgt der druckbedingte Durchlass in dieser Leitung aber
        schon 1,55 cbm/s.
        (Siehe Entwurfsplanung 07.12.2015, Seite 4 – Bemessung und Hydraulik – Abflusskapazität
        Verrohrung DN 1100 Gelting.)
      - Auf der Seite 60, letzter Absatz, wird beim Variantenvergleich eine Druckerhöhung in der
        Dorfleitung von 1 cbm/s auf 1,35 cbm/s angegeben.
        Die Drucklage bei einer Stauhöhe von 1,81 mNN fehlt dort.

           - 1. Sollen nur 1,4 cbm/s durchgeschleust werden, dann muss die Polderdrosselung eher
                vorgenommen werden.
                  - Die Folge ist eine schnellere Polderfüllung und ein deutlich früher
                    eintretender Polderüberlauf.

           - 2. Die Durchschleusung des ankommenden Ortswassers muss bei der Polderdrosselung auch
                noch berücksichtigt werden.
                  - Es ist mit: Regenwasserleitung          = 382,64 l/s
                                Verbandsrohrleitung 80      = 127,10 l/s
                                somit insgesamt             = 514,74 l/s angegeben.
                    Anmerkung: Das von Norden (zwischen B 199 und dem Polderdamm) ankommende Orts-
                               wasser wurde vermutlich nicht berücksichtigt.
                               – Warum? -
                  - Bleiben wir nur bei den 0,514 cbm/s zuzüglich gedrosselter Polderauslass von
                    1,4 cbm/s dann muss die DN 1100-er Leitung insgesamt 1,914 cbm/s aufnehmen.
                    Bei dem beabsichtigten Wasserstand von 1,81 mNN können druckbedingt nur 1,55 cbm/s
                    durchgeschleust werden.
                    Anmerkung: Da aber die Leitung nur 1,4 cbm/s aufnehmen soll (siehe oben), lässt
                               sich das so nicht realisieren.
                  - Eingebunden in die Planfeststellung ist gem. Seite 2, Ziffer 16 der landschafts-
                    pflegerische Begleitplan.
                      - Dort steht unter Ziffer 2.2.1, Seite 3, 3. Absatz, dass die Polderdrosselung
                        bei Bedarf auf 1000 l/s zu reduzieren ist, damit die Binnenentwässerung sicher-
                        gestellt ist.
                          - Die Sicherstellung dieser Auflage kann ich nicht feststellen.
                          - Und 1000 l/s + 0,514 l/s sind auch mehr als die jetzt vorgegebenen 1,4 cbm/s.
                      - Um das Thema belastbar anzugehen, fehlt eine Verlaufsdarstellung für das
                        ankommende Ortswasser.
                      - Die Befolgung der Auflage, nicht mehr als 1,4 cbm/s in die DN 1100-er Leitung zu
                        leiten, führt zu einer schnelleren Polderfüllung und noch früherem Polder-
                        überlauf.
                        (Siehe nachfolgend unter Ziffer 4.) - Von Ziffer 3. auf 4. geändert am
                        27.06.2020)
     
  • 4. Dimensionierung des Polders:
  • - Bei der Vorstellung des Polders wurde behauptet, er kann das Unwetter vom 04.09.2011 + 10 %
       händeln.
       - Der 10 %ige Zuschlag wurden zurückgenommen (Siehe Seite 34, Ziffer 2.3), weil die Dimen-
         sionierung des Polders das nicht händeln kann.

       - Frage 1: Warum hat man denn so etwas behauptet?
       - Frage 2: Warum wurde während der Anhörung behauptet, dass der maximale Wasserstand 2,81 mNN
                  beträgt? Die Kenntnis von 2,85 mNN hatte man zu diesem Zeitpunkt auch schon.
       - Frage 3: Warum wurde während der Anhörung behauptet, dass es sich bei der Planangabe für
                  den Auzufluss mit ca. 3,8 cbm/s um einen Spitzwert handelt?
                  Auf der Seite 31 wird der Wert mit etwa 3,8 cbm/s wiedergegeben.

- Um die Tauglichkeit des Polders belastbar zu prüfen, fehlt eine Abhandlung der angefallenen Nieder-
  schlagsmenge.
    - Hierfür stehen 2 Wege zur Verfügung:
      - 1. Anwendung nach tatsächlichem Anfall.
          - Die in der Zeit von ca. 18 bis ca. 21 Uhr angefallene Regenmenge betrug zwischen 75,1 l/qm
            und 120 l/qm. (siehe Seite 7 – Messung - der Vorstellung der Ergebnisse der hydraulischen
            Untersuchung am 21.10.2013)
       
      - 2. Anwendung der Tabelle für ein 100-jähriges Ereignis.
          - Fügt man diese unter Ziffer 1 genannten Niederschlagsmengen in eine solche Tabelle ein,
            dann ergibt dies nur 75 mm Niederschlag. (siehe Seite 7 – Statistik - der Vorstellung der
            Ergebnisse der hydraulischen Untersuchung am 21.10.2013).


  • - Die Polderbemessung greift auf eine Abflussmenge von 380 l/s qkm zu. Siehe Seite 31, 2. Absatz.
      Eine Abhandlung für die angefallene Regenmenge habe ich nicht gesehen.
      - Bei der Anwendung des statistischen Wertes von 75 l/qm ergibt das bei den anzusetzenden 9,9 qkm
        eine Gesamtmenge von:                               742.500 cbm
         - Davon speichert der Polder in 24 Stunden
           (3,8 cbm/s – 1,4 cbm/s Auslass = 2,4 cbm/s)=   - 207.000 cbm
         - Davon werden in 24 Stunden von der 1100-er
           Leitung bei 1,4 cbm/s durchgeschleust:         - 120.960 cbm
         - Noch nicht behandelte Wassermenge:               414.540 cbm
      
         - Wo befindet sich diese enorme Menge Wasser? (mehr als das Doppelte des Polderfassungs-
           vermögens).
         - Und das ist nur der statistische Wert. Der real angefallene Niederschlag liegt
          noch deutlich darüber -

         - Alles Wasser, was nicht irgendwie zurückgehalten wird, will auch in den Polder.
           Aber der ist schon randvoll und wird dann überlaufen.
          
         - Angaben zu Regenrückhaltebecken und des darin speicherbaren Volumens gibt es nicht.

         - Auf Seite 33, 4. Absatz wird behauptet: Damit ist der Polder nachgewiesenermaßen groß
           genug, ein Hochwasserereignis mit einer statistischen Wiederkehrdauer von etwa 100 Jahren
           ohne wesentliche Schäden für die Ortslage Gelting abzuwehren.
           Im Anschluß daran wird auf die Ungenauigkeit der Berechnung verwiesen. Geht aber davon aus,
           dass dies nur wenige Zentimeter sind.
            - Anmerkung: Ich erinnere an die Rückstufung des Maximalwasserstandes von 2,85 mNN auf
              2,81 mNN.
               – Sind ja auch nur wenige Zentimeter -
                  - aber bei einem V sind volumenmäßig unten 20 cm oben je nach V-Struktur nur 4 cm
               
                
            - Auf der Seite 32, unter der oberen Tabelle, wird die Rückstufung des Abflusswertes von
              390,3 l/s qkm auf 380 l/s qkm begründet.
               - Der Abgleich fand mit der Messung aus dem Jahre 2017 statt.
                  - Es wird dort behauptet, die Größe von 390,3 l/s qkm sei überschätzt.
                    Als Folge wird mit 380 l/s qkm gerechnet.
                      
                    Aber die Angabe ca. 3,8 cbm/s stammt aus dem Jahre 2013.
                    Dort hätten dann ja eigentlich 3,9 cbm/s stehen müssen.
                        - Ich kannte nur die 3,8 cbm/s.
                          Die 3,9 cbm/s sind mir bis zum 26.02.2020 unbekannt gewesen.-

    Es bleibt noch die Frage zu klären:
      - Im Anhörungsverfahren wurden neue Sachverhalte geschaffen, die andere Einwender nicht als
        Einwand von der Sache her gebracht haben, aber evtl, in Kenntnis dieser neuen Sachverhalte
        einen Einwand begründet hätten.
        Gleiches mag sogar für ganz Aussenstehende zutreffen.

          Anmerkung als Beispiel: - Anhebung des Durchmessers beim Polderauslass von 1000 mm auf
                                    1200 mm.
                                  - Anhebung des maximalen Wasserstands von 2,80 mNN auf 2,81 mNN
                                    und dann sogar auf 2,85 mNN